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Das alte römische Reich bezeichnete verletzte Soldaten und Veteranen, welche kostenlos ernährt wurden als Alumni. Auch Pflegekinder und Kostgänger sowie Chorschüler in bischöflichen Seminaren, für deren Unterhaltskosten die Pfarrer aufkamen, wurden so genannt.
In späteren Zeiten waren diejenigen Studenten an Hochschulen „Alumni“, die einen so genannten Freitisch erhielten, also nichts für ihr Essen zahlen mussten. Schon vor mehr als 100 Jahren gab es in Deutschland Alumni-Netzwerke in Form der Studentenverbindungen mit „Alten Herren“. Die alten Herren unterstützten die Studenten ihrer Verbindung mit Spenden und ermöglichten den Absolventen durch ihre Kontakte einen erleichtern Berufseinstieg.
Die Traditionen der ehemaligen Studenten sind unterschiedlich verankert. Die ersten Vereinigungen wurden bereits vor über 200 Jahren an Universitäten in Amerika gegründet und sind dort sowie in verschiedenen europäischen Ländern, insbesondere England und Frankreich, durch ihre lange Tradition entsprechend etabliert.
In den 50er Jahren gewannen die Vorteile, wie soziale und berufliche Bindungen einer Alumni-Vereinigung auch in Deutschland mehr und mehr an Bedeutung. Damals wurden so sogenannte Freundeskreise an Universitäten gegründet. Diese haben in der heutigen Zeit meist Mitglieder im Alter von weit über 60 Jahren, da sie versäumt haben in die Akquise des Nachwuchses regelmäßig zu investieren.
Der älteste Alumni- Club entstand 1984 an der Fachhochschule Wiesbaden und existiert noch heute mit über 1000 Mitgliedern, die weltweit vernetzt sind. Danach folgte die Universität Karlsruhe im Jahre 1986, welche ein Ehemaligen-Netzwerk im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen gründete.
1995 wurde in Mannheim an der Universität die erste fächerübergreifende Alumni- Vereinigung, namens AbsolventUM e.V. in die Welt gerufen. Diese wurde 2001 als beste Alumni-Organisation vom Stifterverband ausgezeichnet. Trotz der positiven Beispiele haben bis heute viele deutsche Hochschulen die Wichtigkeit der Alumni-Arbeit noch nicht erkannt und umgesetzt.
Doch die Aktivität im Rahmen der Pflege von Ehemaligen wird mehr und mehr priorisiert, ganz nach dem Zitat von Robert Lembke (Showmaster): "Es ist häufig besser, viele zu kennen, als viel zu wissen."